Dissertationsprojekt (2013-2018)

Dialektgrenzen – Grenzdialekte“. Die Struktur der itzgründischen Dialektlandschaft an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze.

  • gefördert durch den DAAD (Travel Grant),die Graduiertenakademie der TU Dresden (Travel Award) und die Gleichstellungsbeauftragte der CAU Kiel
  • ausgezeichnet mit dem Peter von Polenz-Preis der GGSG
  • Laufzeit: 08/2013 bis 02/2018 (abgeschlossen)

Projektskizze

In dieser Studie werden die traditionellen Methoden aus der Dialektgeographie (Variablenanalyse auf Basis des mhd. Bezugssystems) mit denen der Wahrnehmungsdialektologie (Hörurteilstests) und Dialektsoziologie (Fragebogen) kombiniert. Die Verbindung von Methoden aus der Dialektgeographie und der Wahrnehmungsdialektologie ermöglicht es, Modifikationen in der objektiven Struktur, bspw. die Ausprägung neuer Isoglossen, mit der wahrgenommen, subjektiven Struktur des itzgründischen Dialektraumes zu vergleichen.

Das Ziel der Untersuchung ist es, zum einen den dialektalen Wandel in den ehemaligen unterostfränkischen Grenzgebieten auf Basis eines Real-Time-Vergleichs (Analyse von Sprachaufnahmen aus 5 Korpora im Zeitraum von 1930-2014) zu analysieren. Zum anderen wird im Rahmen eines Apparent-Time-Vergleichs (anhand der Daten dreier Altersgruppen) untersucht, ob die Sprecher innerhalb des Itzgründischen eine neue mentale Grenze entlang der ehemaligen politischen Grenze perzipieren oder ob das Gebiet als homogen wahrgenommen wird.