Schreibt es selbst und seid kreativ…

Momentan sitze ich vor einem beachtlichen Berg an Hausarbeiten. Obwohl ich noch nicht alle Arbeiten gelesen habe, war vom kreativen Höhenflug bis zur peinlich Bruchlandung bereits alles dabei. Damit ihr keine bösen Überraschungen erlebt bei der Auswertung eurer Arbeit, hier die Grundregel Nr. 1, die ihr IMMER einhalten solltet:

,,Schreibt es selbst, für alles andere ist eure und auch meine (Korrektur-) Zeit zu schade.

Natürlich wird es immer wieder Studierende geben, die ihre Arbeit nicht selbst schreiben, sondern sich aus fremden Arbeiten etwas zusammenbasteln. Oder vielleicht eine alte Arbeit aus einem früheren Semester ,,recyceln“ und nochmal abgeben. Das geht sicherlich in einigen Fällen gut und der Prüfer bekommt es nicht mit, aber darauf verlassen solltet ihr euch nicht!

Auch unter den aktuellen Hausarbeiten fand ich Texte, die nicht von der Person stammten, die ihren Namen auf das Titelblatt und die Selbstständigkeitserklärung geschrieben hat. Und das bedeutet dann für die Betreffenden: Nicht bestanden, nochmal schreiben, und zwar zu einem neuen Thema. 

Jetzt denken vielleicht einige, dass manchmal ja gar nichts anderes mehr bleibt als zu plagiieren, weil keine Zeit, kein Verständnis fürs Thema oder, im schlimmsten Falle, sogar beides nicht vorhanden ist. In solchen Situationen rate ich euch:

  1. Wenn ihr aufgrund von Krankheit nicht rechtzeitig fertig werdet, dann lasst euch eure Arbeitsunfähigkeit vom Arzt bescheinigen und reicht eurem Dozent die AU ein. Das geht relativ unkompliziert per Mail. Ich verlängere bei meinen Studierenden dann die Abgabefrist um die Zeit des attestierten Krankheitsausfalls.
  2. Wenn ihr nicht mehr genug Zeit habt, es aber keinen triftigen Grund (Nein, zu viele Hausarbeiten in diesem Prüfungszeitraum, Praktika und Ferienjobs, Urlaub oder Studienreisen zählen für mich nicht als triftige Gründe!) dafür gibt, kommt in meine Sprechzeit und klärt das vorher mit mir ab. Es ist möglich, dass ihr einfach im nächsten Prüfungszeitraum eure Hausarbeit bei mir abgebt, das Thema müsstet ihr in diesem Falle auch nicht wechseln.
  3. Wenn ihr einfach keinen Zugang zum Thema eurer Arbeit findet, aber noch genug Zeit bis zur Abgabefrist habt, kommt in meine Sprechzeit und lasst euch von mir beraten. Ich kann euch neue Ansatzpunkte aufzeigen und euch manche Sachverhalte auch nochmal erklären, wenn das notwendig sein sollte.
  4. Wenn ihr keinen Zugang zum Thema findet und nicht mehr genug Zeit bis zur Abgabefrist vorhanden ist, kommt in meine Sprechzeit. Auch in diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass ihr euch von mir beraten lasst und die Hausarbeit im nächsten Prüfungszeitraum abgebt.

Also schreibt selbst und seid kreativ! So wie ein paar Studierende in diesem Semester, die mich zum Staunen gebracht haben.

Abfotografiert aus: Göttern, Karlheinz (2010): Neues Deutsches Wörterbuch. Köln: Lingen. S.652.

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